Sanierung der L 228 in Westdorf: Herstellung der Nebenanlagen wird gefördert

Die Landesstraßenbaubehörde plant die Sanierung der Landesstraße L 228 im Abschnitt zwischen der Ortslage Westdorf bis nach Aschersleben zur B 185 im Jahr 2017. In diesem Zusammenhang sollten lediglich im Bereich der Ortslage Westdorf die Wiederherstellung vorhandener bestehender Gehweganlagen erfolgen.

Durch den Hinweis des Ortschaftsrates von Westdorf wurde das Bauvorhaben um die Herstellung von Nebenanlagen (Gehweg) in der Ortschaft erweitert und in das Bauprogramm der Stadt Aschersleben aufgenommen.

Der bestehende Gehweg vom Wohngebiet „Am Landgraben“ bis zur Bushaltestelle am „Harzweg“ soll erneuert und verbreitert werden. Gleichzeitig soll ein neuer Gehweg von der Bushaltestelle bis zum Wohngebiet „Am Klagebrunnen“ eingerichtet werden. Über die gesamte Länge des Gehweges wurde aus Verkehrssicherheitsgründen eine Straßenbeleuchtungsanlage geplant. Die ASCANETZ GmbH wird im Zuge des Ausbaus die bestehende Freileitung abrüsten und erdverkabeln. Die vorhandenen Aufstellflächen an den Bushaltestellen sind ebenfalls zu erneuern. Diese Haltestellen werden auch für den Schülerverkehr genutzt.

Die Finanzierung des Vorhabens ist mit Rücklagemitteln der Ortschaft Westdorf abgesichert. Zusätzlich können Fördermittel aus dem Entflechtungsgesetz des Landes Sachsen-Anhalt beantragt werden. Das LSBB wollte  die Einordnung in das Fördermittelprogramm unterstützen. Der Salzlandkreis lehnte die Aufnahme dieser Baumaßnahme in das Mehrjahresprogramm mit Schreiben vom 16.12.2015 ab. Begründet wurde die Ablehnung damit, dass die zur Verfügung stehenden Finanzmittel bereits durch begonnen Projekte bzw. Neubauprojekte mit höherer Priorität gebunden sind.

Der Stadtrat hat abschließend den Ausbaubeschluss für dieses Bauvorhaben am 26.10.2016 gefasst, nach vorangegangenen umfänglichen Beratungen im Ortschaftsrat Westdorf und auch im Stadtentwicklungs- und Wirtschaftsausschuss.

Zur Durchführung der Gemeinschaftsmaßnahme haben die Landesstraßenbaubehörde, die ASCANETZ GmbH und die Stadt Aschersleben eine Ortsdurchfahrtsvereinbarung abgeschlossen, welche u.a. auch die Kostenteilung unter den Beteiligten regelt. Nach bisherigem Planungsstand entfallen auf die Stadt Aschersleben anteilige Kosten von ca. 95.000 Euro.

Entsprechend dem Kommunalabgabengesetz des Landes Sachsen-Anhalt sind die Baukosten auf Grund der derzeit gültigen Straßenausbaubeitragssatzung bzw. der Erschließungsbeitragssatzung der Gemeinde Westdorf auf die anliegenden Grundstückseigentümer umzulegen.

Die Nebenanlagen müssen dazu in zwei Abrechnungsabschnitte geteilt werden.
• Erster Abrechnungsabschnitt vom Wohngebiet „Am Landgraben“ bis zur Bushaltestelle „Harzweg“: Verbesserung und Verbreiterung des vorhandenen Gehweges – Umlage nach Straßenausbaubeitragsrecht
• Zweiter Abrechnungsabschnitt von der Bushaltestelle „Harzweg“ bis zum Wohngebiet „Klagebrunnen“: Neuanlage eines Gehweges - Umlage nach Erschließungsbeitragsrecht.
• Die Straßenbeleuchtung ist mit den bestehenden Leuchten nicht endgültig hergestellt und ist über beide Abrechnungsabschnitte nach dem Erschließungsbeitragsrecht umzulegen.

Die Stadtwerke koordinieren die Erdverlegung der Freileitung der Stromversorgung mit dem Neubau der Straßenbeleuchtungsanlage.

Ende Dezember 2016 bekam die Stadt Aschersleben den Zuwendungsbescheid zur Förderung der regionalen ländlichen Entwicklung für die Nebenanlagen der L 228 (Gehweg und Straßenbeleuchtung an der Ortdurchfahrt im OT Westdorf) vom Amt für Landwirtschaft, Flur und Forsten Mitte. Aufgrund der Kostenschätzung erhält die Stadt Aschersleben rund 63.000 Euro Fördermittel. Das sind 75 Prozent der förderfähigen Kosten.

Alle Arbeiten werden mit der Landesstraßenbaubehörde Halberstadt, der ASCANETZ Aschersleben und der Stadt Aschersleben koordiniert. Zurzeit erfolgt die Erstellung des Leistungsverzeichnisses aller Arbeiten für eine gemeinsame Ausschreibung nach VOB. Wenn alles klappt, könnte ab April diesen Jahres gebaut werden.

Aschersleben, 26. Januar 2017

Foto: Screenshot Google Maps