Neubau der Brücke Pferde-Eine: Freie Fahrt nach 12 Monaten Bauzeit

Eine der wichtigsten innerstädtischen Straßen ist nach rund 12 Monaten Bauzeit an der dortigen Brücke wieder für den Verkehr uneingeschränkt nutzbar: Die Straße Über den Brücken. Das im Allgemeinen als Brücke Pferde-Eine bekannte und im Laufe der vergangenen Jahrzehnte marode gewordene Ingenieursbauwerk wurde seit Mai 2016 durch einen Neubau ersetzt (umfangreiche vorbereitende Arbeiten begannen bereits im September 2015 durch die Ascanetz GmbH zur Umverlegung der Versorgungsleitungen). Des Weiteren erfolgte im Rahmen des Brückenneubaus der grundhafte Ausbau der Straße „Über den Brücken“ von der Brücke bis zur Zufahrt der Straße Vogelgesang sowie der Straße Hohlweg zwischen der Brücke bis auf Höhe des Hauses Nummer 8. Durch den Erwerb des Grundstückes Baumgartenstraße 1 und dem Abriss des Gebäudes ist die Verlängerung bzw. Verbreiterung der Verkehrsanlage „Hohlweg“ möglich gewesen und der einstige Engpass im Begegnungsverkehr konnte an dieser Stelle beseitigt werden.

Mit einem Banddurchschnitt konnte Oberbürgermeister Andreas Michelmann (Mitte) gemeinsam mit weiteren Gästen am 2. Mai das Bauwerk offiziell freigeben.

Die Baumaßnahme ist gemeinschaftlich durch die Stadt Aschersleben, die Stadtwerke Aschersleben, die ASCANETZ sowie den Eigenbetrieb Abwasserentsorgung verantwortet worden. Die Gesamtkosten für das Projekt belaufen sich auf rund 887.000 Euro: Davon entfielen 837.000 für den Brückenneubau und 50.000 Euro auf die Herstellung der Umleitungsstrecke sowie die Baufeldfreimachung. Die Aufwendungen bei der Stadtwerke Aschersleben GmbH und bei der Ascanetz GmbH belaufen sich zusammen auf rund 150.000 Euro. Das Vorhaben wird aus Mitteln zur Finanzierung des kommunalen Straßenbaus gefördert.

Die technischen Daten zum Brückenbau beinhalten unter anderem eine Brückenfläche von 186 Quadratmetern. 370 Kubikmeter Stahlbeton wurden verbaut, 270 Kubikmeter Stahlbeton abgebrochen. Zudem erfolgte eine Bohrpfahlgründung mit einer Gesamtlänge von rund 100 Metern. Außerdem sind auf einer Länge von 65 Metern Füllstabgeländer verbaut.

Im Straßenbau sind 950 Quadratmeter Bitumendecke aufgenommen worden sowie 1100 Quadratmeter an Betondecke und Betonpflasterdecke. Der grundhafte Straßenausbau erfolgte auf einer Gesamtfläche von 900 Quadratmetern. Es sind 500 Meter Borde und Rinnen gesetzt, 30 Meter Regenwasserleitung und 14 Straßenabläufe einschließlich Anschlussleitungen verlegt sowie sieben Mastaufsatzleuchten installiert worden. Die Ausbaulänge insgesamt beträgt rund 130 Meter.

In den vergangenen Monaten wurden vor allem Arbeiten unterhalb des Brückenbauwerkes ausgeführt. Es erfolgte der Rückbau des kompletten Brückentraggerüstes sowie Schal-, Bewehrungs- und Betonierarbeiten an den Stützwänden und am Umflutkanal. Des Weiteren waren Bewehrungs- und Betonierarbeiten an der Brückenkappe flußabwärts notwendig, die Restverfüllung der Baugrube am Bauwerk erfolgte sowie die Herstellung des Gerinnes im Umflutkanal. Weitere Arbeiten beinhalteten die Verlegung von Erdkabeln für die Straßenbeleuchtung sowie Erdbauarbeiten, Pflasterarbeiten und das Verlegen von Borden am Anschluss Baumgartenstraße.

Unter Vollsperrung der Brücke erfolgten zuletzt bis Mitte April das Einbringen des Asphalts auf dem Brückenbauwerk sowie der Anschluss an die Baumgartenstraße. Der Eigenbetrieb Abwasser realisierte in dieser Zeit zudem eine Schachtsanierung von zwei Schächten am Bäckerstieg. Die Herstellung der Brückengeländer und Türen sowie die Herstellung der Straßenbeleuchtung, des Gehwegpflasters in den noch fehlenden Bereichen und der Wasserbau im Einelauf unter der Brücke waren letzte Restarbeiten.

Mit der Verkehrsfreigabe der Brücke am vergangenen Freitag, 28. April 2017, ist mit dem Rückbau der Umleitung und deren Beschilderung begonnen worden. Dies bedeutet auch, dass die beiden in der Straße Hinter der Pechhütte abmontierten Einbauten zur Verringerung der Geschwindigkeiten wieder zeitnah installiert werden. Zudem wird die Körtestraße wieder für den beidseitigen Begegnungsverkehr freigegeben.

Bauausführende Firma für den Straßen-, Kanal- und Brückenbau ist die Firma Jaeger Spezial- und Tiefbau GmbH und Co. KG aus Bernburg. Das für die Planung und Bauüberwachung für Straßen- und Brückenbau zuständige Ingenieurbüro ist die Dr. Löber Ingenieurgesellschaft für Verkehrsbauwesen aus Halle an der Saale, Planung und Bauüberwachung Straßenbeleuchtung liegt in der Verantwortung der ABW Elektroplan GmbH aus Eisleben. Die Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordination obliegt dem Ingenieurbüro für Arbeitsschutz Thomas Linke aus Radisleben.

Alle Baubeteiligten möchten sich in diesem Zusammenhang für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit insbesondere mit den Anliegern bedanken.

Aschersleben, 2. Mai 2017