Wasserplan und Westdorfer Straße werden grundhaft saniert

Anfang Juli wird mit dem grundhaften Ausbau der Straßenzüge Wasserplan und Westdorfer Straße in Aschersleben begonnen. Gemeinsam mit der ASCANETZ GmbH und dem Eigenbetrieb Abwasserentsorgung realisiert die Stadt Aschersleben dieses Projekt im Bereich von der Einmündung „Vor dem Wassertor“ bis zum Knoten „Heynemannstraße/Hinter der Pechhütte/Albrechtstraße“. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 1,3 Millionen Euro. Bestandteil des Bauvorhabens ist neben dem grundhaften Straßenausbau inklusive Straßenentwässerung und Nebenanlagen auch die Erneuerung der Straßenbeleuchtungsanlage in beiden Straßenzügen. Das Bauende ist für Dezember 2018 vorgesehen.

Die vorbereitenden Arbeiten im Wasserplan haben zwecks Baufreimachung für Kanal- und Straßenbau bereits begonnen. Die daran anschließenden Kanalarbeiten beginnen in der ersten Juliwoche. Der Eigenbetrieb Abwasserentsorgung (EBA) wird im Zuge des Ausbaus in offener Bauweise einen neuen Regenwasser- und Schmutzwasserkanal verlegen. In den Straßen liegen ein Schmutzwasserkanal DN 200-400 Steinzeug mit einer Länge von 300 Metern und ein Regenwasserkanal DN 300-400 Steinzeug mit einer Länge von 290 Metern. Die Kanäle, die in bis zu 3,50 Meter Tiefe liegen, sind baulich desolat und müssen in vorhandener Trasse erneuert werden.

Aufgrund der engstehenden und teilweise nicht unterkellerten Bebauung vor allem im Bereich Westdorfer Straße wurde durch den EBA das Verfahren der Flüssigbodentechnologie gewählt. Dieses  ermöglicht den nahezu erschütterungs- und vibrationsfreien Einbau der Kanalrohre. Für die Verfüllung der Rohrgräben wird ein Flüssigboden eingesetzt. Der Flüssigboden wird in den Rohrgraben eingefüllt und verfestigt sich. Somit entfällt das Verdichten des Bodens.

Die Bauarbeiten am Kanalnetz beginnen in der Straße Wasserplan. Zuerst werden die Kanäle erneuert und im Nachgang die Hausanschlüsse. Sind die Arbeiten dort fertig gestellt, erfolgt die Verlegung der Kanäle in der Westdorfer Straße. Anschließend werden ebenfalls die Hausanschlüsse erneuert.  

Die Kosten für die Kanalbauarbeiten betragen ca. 540.000 Euro. Mit den Bauarbeiten ist die Firma Kutter HTS aus Helbra beauftragt.

Die ASCANETZ GmbH wird die Erdgas- und Trinkwasserleitung sowie die Stromversorgung erneuern bzw. umverlegen. Im Bereich Trinkwasser sind 46 Hausanschlüsse zu erneuern, davon 14 Umbindungen. Außerdem wird eine Gussleitung DN 250 aus dem Jahr 1900 auf einer Länge von ca. 300 Meter durch eine PE-Leitung DN 100 ersetzt. Für die Erdgasversorgung wird eine Niederdruckleitung PE DN 150 auf einer Länge von ca. 160 Meter durch eine PE-Leitung DN 100 ersetzt und umverlegt sowie 18 Hausanschlüsse umgebunden, davon 5 neu verlegt.

Die Stromversorgung wird auf eine moderne Verkabelung umgestellt. 20 Kabelhausanschlüsse werden neu verlegt, 14 umgebunden. Für die Erneuerung der Straßenbeleuchtung werden zudem Fundamenthülsen gesetzt und Kabel gezogen. Die Abrüstung der bislang vorhandenen Freileitung erfolgt ebenfalls durch die ASCANETZ.

Die Gesamtkosten für Strom, Gas und Trinkwasser liegen bei rund 171.000 Euro. Die finanziellen Mittel für diese Investitionen werden durch die Stadtwerke Aschersleben GmbH bereitgestellt.

An den Kanalbau wird sich voraussichtlich von Mai bis Dezember 2018 der Straßenbau anschließen und auf einer Gesamtlänge von 303 Metern erfolgen. Die Fahrbahnbreite im Wasserplan wird inklusive der beidseitig angeordneten Gossen im zweispurigen Bereich sechs Meter betragen, im einspurigen Bereich drei Meter. Im Wasserplan werden auf der östlichen Fahrbahnseite Parkplätze in Senkrechtaufstellung, auf der westlichen Seite längs zur Fahrbahn angeordnet.

Aufgrund der engen Bebauung wird die Westdorfer Straße auch nach dem Ausbau weiterhin als Einbahnstraße mit Geschwindigkeitsbegrenzung ausgeschildert sein. Die Fahrbahnbreite beträgt dort drei Meter. Am westlichen Ende lässt die Aufweitung der Wohnbebauung den Bau von Längsstellflächen zu.

Die Gehwege werden auf der gesamten Ausbaulänge von rund 780 Metern durch eine Hochbordanlage von der Fahrbahn getrennt. Die Mindestgehwegbreite von 1,25 Metern kann wegen der örtlichen Gegebenheiten nicht immer durchgängig erreicht werden.

Fahrbahn und Parkflächen werden in Asphaltbauweise hergestellt, die Gehwege und Zufahrten mit Betonsteinpflaster befestigt. Asphalt wird auf einer Fläche von 1700 Quadratmetern aufgebracht, Betonsteinpflaster auf einer Fläche von 1200 Quadratmetern verbaut. Die Gesamtkosten für den Straßenbau belaufen sich auf rund 675.000 Euro.

Eine Förderung der Baumaßnahme über das Entflechtungsgesetz wurde vom Salzlandkreis abgelehnt.

Aschersleben, 29. Juni 2017