Reiche Tradition und integrierte Wirtschaftsförderung sind der Schlüssel zum Erfolg
Die älteste Stadt Sachsen-Anhalts ist ein traditionsreicher Standort des Werkzeug- und Spezialmaschinenbaus und heute das Zentrum der modernen Vliesstoffproduktion in Sachsen-Anhalt. Traditionsunternehmen sind auf neuem Wachstumskurs und die noch junge, internationale Textilindustrie entwickelt sich kräftig.
Aschersleben hat sich zu einem erfolgreichen Wirtschaftsstandort entwickelt, weil hier die Wirtschaftsförderung nicht bei erschlossenen Gewerbeflächen und einer ausgezeichneten Infrastruktur aufhört, sondern mit einem vielseitigen und qualitativ hochwertigen Bildungsangebot für den Nachwuchs der Unternehmen weitergeht. Aschersleben setzt auf eine integrierte Wirtschaftspolitik mit den Komponenten Bestandspflege, Neuinvestorenakquise und Weiterentwicklung der Standortbedingungen – gepaart mit einer Bildungsoffensive und kreativen Stadtumbauideen. Im Jahr 2006 ist Aschersleben dafür mit dem Unternehmerpreis des Ostdeutschen Sparkassenverbandes „Kommune des Jahres“ ausgezeichnet worden.
Die attraktive Lage im Herzen Europas, die schnellen Verkehrsanbindungen der B 6n und der A 14 sowie das Luftdrehkreuz Halle/Leipzig haben Aschersleben zu einem idealen Ausgangspunkt für europäische und internationale Unternehmungen werden lassen.
Amerikanische, italienische und englische Firmen der technischen Textilindustrie haben sich im Gewerbegebiet „Güstener Straße“ konzentriert. Mit 463 Mitarbeitern in fünf Betrieben ist Aschersleben heute das Zentrum der sachsen-anhaltischen Non-Woven-Produktion. Kurze Wege und gemeinsame Entwicklungen der ansässigen Firmen machen den Standort so attraktiv. Logistiker und Drucker haben sich auf die großen Vliesstoffhersteller ausgerichtet und wachsen mit ihnen.
An den fünf Industrie- und Gewerbestandorten der Stadt wurden bisher rund 232 Mio. Euro in Gebäude, Maschinen und Anlagen investiert. Ein Großteil des Kapitals stammt aus dem europäischen Ausland und aus Nordamerika. Der hohe Grad der Internationalisierung zeigt sich in der hohen Exportquote des verarbeitenden Gewerbes von zirka 39%. Die hergestellten Produkte werden nach Großbritannien, Frankreich, die Benelux-Staaten, Österreich, Osteuropa und die USA exportiert.
Eine intelligente und weitsichtige Ansiedlungspolitik hat nach der Wende dafür gesorgt, dass sich neue innovative Industriezweige in den Gewerbegebieten der Stadt etablierten.
Die Vliesstoffproduktion (non-woven) ist seit den 90er Jahren eine feste Größe der Aschersleber Wirtschaft.
