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Bestehornpark

 

Das Bildungszentrum Bestehornpark ( Lage im Stadtplan) setzt in der Bildungslandschaft Sachsen-Anhalts neue Akzente. Auf dem drei Hektar großen Areal einer früheren Papierdruckfabrik entsteht im Rahmen der Internationalen Bauausstellung und der Landesgartenschau  2010 ein großzügiger Bildungscampus. Der Stadt gelingt es mit diesem ambitionierten Projekt, eine innerstädtische Industriebrache aufzuwerten und gleichzeitig einen neuen Lernort zu schaffen.  

Das Hauptgebäude, eine Industriedenkmal des bekannten Stadtbaurates Dr. Hans Heckner, in dem früher schwere Druckmaschinen standen, wird zu einem Schulgebäude umgebaut und um einen modernen Anbau ergänzt. Der Entwurf stammt aus der Feder des renommierten Stuttgarter Architekten Prof. Arno Lederer, der damit im Jahr 2006 einen europaweiten Architektenwettbewerb gewann.  

Das komplexe Nutzungskonzept des Bestehornparks kombiniert verschiedene Felder der Stadtentwicklung. Eines davon ist die Ausrichtung der Stadt Aschersleben als Bildungsstandort. Im Rahmen des Ganztagsschuprogramms des Bundes entstanden in den Jahren 2003 und 2005 auf dem Areal des Bestehornparks zwei freie Grundschulen, die Montessori-Grundschule und die Christliche Grundschule.

In den Reihen der Eltern und Lehrer dieser zwei Schulen entwickelte sich die Initiative, in Aschersleben eine weiterführende reformpädagogische Schule zu gründen. Der Elternverein hat die Genehmigung einer freien Sekundarschule, der Adam Olearius Schule beantragt und diese im April 2008 erhalten. Die Schule hat zurzeit ihr Domizil im Gebäude des ehemaligen Gymnasiums "Ascaneum" in der Valentina-Tereschkowa-Straße.

Das pädagogische Konzept der Schule soll die reformpädagogischen Ansätze der beiden freien Grundschulen vereinigen. Die Schule möchte dem Thema Globalisierung offensiv begegnen und hat sich deshalb das Gebiet „Weltkunde“ zum Schwerpunkt gewählt. Dies geschieht durch die Beschäftigung mit der eigenen Geschichte, durch den Schwerpunkt auf Fremdsprachen und die Kenntnisse anderer Kulturen.

Ebenfalls im Hauptgebäude wird auf zwei Ebenen das IWK – das Institut für Weiterbildung in der Kranken- und Altenpflege seinen Sitz haben. Aus dem Zusammenspiel von allgemeinbildender Schule und Berufsschule ergibt sich für die Schüler der Vorteil, dass sie recht frühzeitig durch Praktika an den späteren Beruf herangeführt werden können.

Dank der Landesgartenschau 2010 werden die Freiflächen des Bestehornparks in einen attraktiven Schulpark verwandelt. So entstehen ein Audio-Campus mit Hörfeldern, ein sensorisches Labyrinth, ein so genannter Chill-Out-Garten und eine Kleinkunstbühne in der früheren Orangerie der Bestehorns. Im Erdgeschoss des modernen Riegels wird sich zur Gartenschau die Blumenhalle befinden, im Obergeschoss eine Galerie.

Nach dem Großereignis wird dort die Kreativwerkstatt der Stadt Aschersleben einziehen. Der Riegelbau soll Raum für einen Unterricht bieten, der so in den Schulgebäuden nicht möglich ist. Die Schüler können ihrer Kreativität auf künstlerischem und musischem Gebiet freien Lauf lassen. Die Angebote reichen von Drucken über Probenmöglichkeiten für Bands bis hin zu Tanz und Theater. Im Erdgeschoss wird außerdem eine Mensa untergebracht sein, von wo aus die Schüler direkt den Park betreten können.

Kurzfilm (Flash):