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Wohngeld beantragen


Allgemeine Informationen

Wenn Ihr Einkommen nicht ausreicht, um Ihre Wohnkosten zu bezahlen, können Sie einen Anspruch auf Wohngeld haben.

Sie erhalten Wohngeld als Mietzuschuss, wenn Sie Mieter bzw. Mieterin einer Wohnung sind oder Wohnraum im eigenen Mehrfamilienhaus (mehr als 2 Wohneinheiten) bewohnen.

Wenn Sie Eigentümer oder Eigentümerin von selbst genutztem Wohnraum sind, erhalten Sie Wohngeld als Lastenzuschuss.

Auch als Heimbewohner bzw. Heimbewohnerin können Sie einen Anspruch auf Wohngeld haben.

Das Wohngeldgesetz sieht bundesrechtlich festgelegte Höchstbeträge für die Miete beziehungsweise die Belastung vor. Die Höchstbeträge sind regional unterschiedlich.

Wenn Sie Empfänger sogenannter Transferleistungen sind, in denen die Unterkunftskosten bereits berücksichtigt sind, wie zum Beispiel Bürgergeld, Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung, haben Sie keinen Anspruch auf Wohngeld.

Ausnahme hiervon besteht u. a. dann, wenn das Wohngeld gleich hoch oder höher als die Transferleistung wäre.

Zuständige Stelle

Anträge auf Wohngeld können Sie bei den Wohngeldbehörden stellen.

Voraussetzungen

Die Bewilligung von Wohngeld hängt von mehreren Voraussetzungen ab,

  • der Zahl der zu berücksichtigenden Haushaltsmitglieder,
  • der Höhe des Gesamteinkommens,
  • der Höhe der zuschussfähigen Miete beziehungsweise Belastung
  • des Miethöchstbetrages lt. Mietenstufe Ihrer Gemeinde.

Erforderliche Unterlagen

u.a.

  • Antragsformular
  • Einkommensbescheinigung
  • Mietvertrag

Welche Unterlagen in Ihrem Fall außerdem notwendig sind, erfahren Sie bei der Antragstellung.

Fristen

Eine Bewilligung erfolgt in der Regel für 12 Monate. Einen Antrag auf Weiterleistung von Wohngeld sollten Sie 2 Monate vor Ablauf des Bewilligungszeitraumes stellen.

Das Wohngeld oder eine Erhöhung erfolgt ab dem Zeitpunkt der Antragstellung.

Bearbeitungsdauer

Aufgrund der deutlich erhöhten Antragszahlen im Zusammenhang mit der Wohngeldreform 2023 kann es zu Bearbeitungszeiten von mehreren Monaten kommen.

Sie können Ihren Beitrag für eine Entlastung der Wohngeldbehörde leisten, indem Sie nach Möglichkeit die erforderlichen Unterlagen vollständig einreichen.

Rechtsgrundlage

Anträge / Formulare

Ab dem 01.01.2023 sind die Wohngeldanträge bundeseinheitlich.

Anträge und Formulare erhalten Sie direkt in den Wohngeldbehörden oder online auf den Internetauftritten der Wohngeldbehörden oder des Ministeriums für Infrastruktur und Digitales.

Welche Formulare für Sie maßgeblich sind, teilt Ihnen die für Sie zuständige Wohngeldbehörde mit.


Weitere Informationen

Sobald sich bei Ihrer Miete oder Ihrem Einkommen etwas ändert, geben Sie dies sofort bei Ihrer Wohngeldbehörde.

Seit dem Jahr 2022 ist eine Dynamisierung des Wohngeldes vorgesehen. Das Wohngeld wird seitdem regelmäßig alle zwei Jahre an die eingetretene Miet- und Einkommensentwicklung angepasst.