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Datum: 23.09.2026

Projektwoche der 9. Klassen der Sekundarschule Albert Schweitzer in der Kreativwerkstatt

Sechzig Jugendliche der 9. Klassen der Sekundarschule Albert Schweitzer weilten vom 21.09. bis zum 25.09.2026 für eine Woche in der Kreativwerkstatt. Sie arbeiten in 5 verschiedenen Werkstätten an kreativen Projekten.

Vom Montag bis Donnerstag wurde intensiv in den Werkstätten gearbeitet. Am Freitag wurden die Ergebnisse gegen 10.30 Uhr in einer Präsentation vorgestellt.

1. Werkstatt: Malen –Zirkus

Anleitung: Sophie Mildner, freischaffende Künstlerin aus Halle/S.

Teilnehmer: max. 12 Klassenstufe: 5 bis 10

Aus der Projektbeschreibung: „Die Malwerkstatt steht unter dem Thema Zirkus. Die farbenfrohe, fantasievolle und lebendige Welt des Zirkus bietet vielfältige Möglichkeiten, kreativ zu arbeiten und eigene Bildideen zu entwickeln. Artisten, Tiere, Clowns, Zelte, Lichter und Bewegung regen die Vorstellungskraft an und schaffen einen spielerischen Zugang zur Malerei. 1. Einführung in die Farblehre, Farbexperimente, Mischübungen, erste kleine Zirkusmotive mit Farbe gestalten. 2. Figuren im Zirkus Clowns, Akrobaten, Jongleure und Zauberer werden skizziert und gemalt. Schwerpunkt: Aus Druck, Kostüme und kräftige Farben. 3. Tiere und Fantasiefiguren Elefanten, Löwen oder erfundene Zirkustiere entstehen. Spielerischer Umgang mit Form und Farbe 4. Das große Zirkuszelt Gemeinschaftsarbeit oder großformatige Bilder mit Manege, Publikum und Lichteffekten Das Thema Zirkus verbindet Farbe, Bewegung, Fantasie und Freude. Es eröffnet einen lebendigen Zugang zur Malerei und schafft zahlreiche Möglichkeiten für individuelles künstlerisches Arbeiten. BITTE EIN ALTES SHIRT /SCHÜRZE ZUM SCHUTZ DER KLEIDUNG MITBRINGEN!!!

Hier sind einige Fotos aus der Malwerkstatt:

2. Werkstatt: Malen/Grafik – „Unsere Stadt“

Sven Großkreutz, Maler und Grafiker aus Halle/Saale

Teilnehmer: max. 12 Klassenstufe: 5 bis 10

Projektbeschreibung: Aschersleben ist eine schöne und interessante Stadt. Zuerst laufen wir mit einem Skizzenblock durch die Stadt. Schauen und zeichnen Häuser, Plätze, Menschen. Dabei steigen wir zum Beispiel auf einen Turm, gehen ins Gefängnis, in eine Kirche und an unbekannte Orte. Dann gehen wir in das Atelier und wählen ein Motiv aus unseren Skizzen aus. Nun werden die Farben ausgepackt, die Leinwand wird auf die Staffelei gestellt und los geht es mit der Malerei. BITTE EIN ALTES SHIRT /SCHÜRZE ZUM SCHUTZ DER KLEIDUNG MITBRINGEN!!!

3. Werkstatt: Dinge, die die Welt braucht!“

Anleitung: Manuela Homm, freischaffende Künstlerin aus Halle/Saale

Teilnehmer: max. 12 Klassenstufe: 5 bis 10

Aus der Projektbeschreibung: In dieser Projektwoche modellieren wir Bekanntes und Neues aus Ton und erfinden Dinge, die die Welt braucht. Dabei steht das spielerische Ausprobieren mit dem Material Ton im Mittelpunkt. Wir erkunden, wie sich Ton formen lässt und wie durch das Auftragen und Abtragen von Ton lustige, praktische und vor allem vielfältige Gegenstände entstehen. Dabei finden wir heraus, was Dinge eigentlich sein können: nützlich oder unpraktisch, schmückend, gemütlich oder einfach nur überraschend. So entwickeln wir eigene Erfindungen, die die Welt ein Stück reicher machen. Durch das Bemalen werden diese schließlich lebendig. Zum Abschluss gestalten wir gemeinsam eine Ausstellung aus euren kreativen Innovationen und finden heraus, was sie über die Zukunft voraussagen. Welche Vielfalt „bringen“ sie uns?

Hier zeigen wir Bilder aus der Keramikwerkstatt:

Werkstatt: Illustration/Comic – „Oh nein, meine Bestie ist ………. geworden!“ 

Anleitung: Mingren Li, freischaffende Künstlerin aus Halle/S.

Teilnehmer: max. 12 Klassenstufe: 5 bis 10

Aus der Projektbeschreibung: Verwandlungen sind kein neues Thema. In vielen Erzählungen verändern sich Figuren plötzlich – und erleben dadurch eine ganz neue Welt. In dieser Woche erzählen wir unsere eigenen Verwandlungsgeschichten – als Comic. Stell dir vor: Dein bester Freund oder deine beste Freundin verändert sich plötzlich: Vielleicht wird er oder sie so klein wie ein Smartphone. Perfekt! Dann kannst du ihn oder sie heimlich mit nach Hause nehmen und eine Pyjamaparty machen. Oder er oder sie verwandelt sich in ein Eichhörnchen. Auch nicht schlecht – dann muss man wenigsten nicht mehr zur Schule gehen. Neben spannenden Geschichten lernst du auch, wie man Comic gestaltet. Du lernst: Wie man Gegenständen Persönlichkeit verleiht, wie du Geschichten mit Bildern erzählt und wie du eine eigene Comicseite gestaltet. Du musst nicht gut zeichnen können und brauchst keine perfekten Texte – Neugier und ein bisschen Fanatasie reichen völlig aus! Mach mit und entdecke, wie dein bester Freund oder deine beste Freundin sich auf die verrückteste Weise verwandeln kann!

Hier sehr ihr Fotos aus der Werkstatt Comic:

5. Werkstatt: Textil–„Ich, du, wir und die anderen…“

Anleitung: Rebekka Rauschardt, freischaffende Künstlerin aus Halle/S.

Teilnehmer: max. 10 Klassenstufe: 5 bis 10

Ein Rückblick auf die Projektwoche:   

Montag: Die Jugendlichen haben jede/r für sich eine Zukunftsvision von sich selbst entwickelt mit Fokus neben "essen, schlafen, trinken" auf ein individuelles Bedürfnis, welches existieren muss. Sie haben ebenfalls einen Artefakten in textiler Umsetzung geschaffen, ein Symbol, welches Kraft und Sicherheit gibt, jetzt schon vorhanden ist und in die Zukunft trägt.

Dienstag: Die Jugendlichen beschäftigten sich mit den textilen und tatsächlich vorhandenen Ressourcen und bauten (auch für mich überraschend) direkt zwei textile Gehäuse oder eher textile Statements. Einen Tempel und ein Widerstandsgebilde. Es bildeten sich zwei Gruppen (der Tempelorden und die Widerstandsgruppe), eine Person blieb allein. Diese Person fand Zuflucht im Schrank des Arbeitsraumes. Die Jugendlichen haben dies gemeinsam geschaffen, durch gemeinsames Ausprobieren und mit Freude an der Konfrontation.

Mittwoch: An diesem Tag ging es um das Interieur der textilen Gehäuse. Es wurde alles textil umgesetzt. Es wurden Manifeste geschrieben. Transparente entwickelt. Ordensgewänder hergestellt. Reliquien produziert. Ein Altar geschaffen. Etc. Ebenfalls wurden die drei heiligen Eier auserkoren, die Schaufensterpuppe "Jacqueline" wiederbelebt und es wurde diskutiert, gestritten, geblödelt, geweint und ganz viel gelacht.

Donnerstag: Dieser Tag war für drei Teilnehmerinnen der letzte Tag - sie waren für Freitag freigestellt. Somit war das unser letzter gemeinsamer Tag. Aufgrund der bisherigen Turbulenzen und der drohenden Erschöpfung entschieden wir uns für ein neues Medium: den Dokumentarfilm. Natürlich war es kein Dokumentarfilm, sondern eine etwas übertriebene Eskalation. Die Jugendlichen haben komplett eigenständig das Drehbuch geschrieben und abgedreht. Themen, die aber die ganze Woche eine Rolle spielten, tauchen darin auf: Gewalt, Macht, Zusammenhalt, Solidarität, Schutz, Isolation, Grenzen, Zugehörigkeit und Verantwortung. Tatsächlich haben wir so viel gelacht, eine Schülerin bekam einen Muskelkater davon. Dieser Film war für alle ein kleiner vorgezogener Abschluss. Und in textiler Sprache formuliert nur ein einziger Faden in einem Teppich.

Freitag: Wir haben den Film geschnitten. Die Jugendlichen sind so über sich selbst erschrocken, dass erhebliche Überzeugungsarbeit vonnöten war, den Film überhaupt zu präsentieren. Ein Jugendlicher konnte die Präsentation nur versteckt im Raum ertragen. Es war ernst!

Fazit: Zitate der Schüler: 

"Wenn ich vorher gewusst hätte, was wir hier machen, hätte ich mich freiwillig gemeldet."

"Das würdet ihr für mich tun?"

"Ich habe noch nie in meinem Leben so viel gelacht!"

"Wann machen wir eigentlich das T-Shirt?"

"Da bist du 5 Minuten nicht da und dann gründen die eine ganze Religion! In FÜNF Minuten!!!!"

"Dürfen wir auch nähen?"

"Wäre es ok, wenn wir nebenher Festival-Bänder knüpfen? Da geht das Denken einfacher."

"Der Topflappen ist ein Multitalent. Preise den Topflappen!"

Übrigens, im Schrank waren alle irgendwann in der Woche. Dort wurde heimlich geticktockt. :)

Es war turbulent, anstrengend, lustig, inspirativ und konspirativ, fantastisch, verspielt und todernst. 

Hier einige Bilder aus der Textilwerkstatt:

Präsentation aller Ergebnisse am Freitag, den 25.09.2026

Hier zeigen wir Fortos von der Präsentation der Arbeitsergebnisse aus den einzelnen Werkstätten:

Malwerkstatt Zirkus unter Anleitung von Sophie Mildner

Keramikwerkstatt unter Anleitung von Manuela Homm

Werkstatt Comic unter Anleitung von Minf´gren Li:

Malwerkstatt unter Anleitung von Scen Großkreutz:

Textilwerkstatt unter Anleitung von Rebekka Rauschardt

Und hier gibt es noch einige Fotos aus der Projektwoche in der Textilwerkstatt, welche von Rebekka Rauschardt an die Redaktion gesendet wurden: