Berühmte Persönlichkeiten

Adam Olearius
Adam Olearius

Adam Olearius

  • Universalgelehrter, Begründer der populärwissenschaftlichen Reisebeschreibung, Erfinder des Gottorfer Riesenglobus, anerkannter Vorläufer des Planetariums
  • 1599 als Adam Ölschläger in Aschersleben geboren, gestorben 1671 in Schleswig
  • Studium der Theologie, Philosophie und Mathematik in Leipzig
  • ab 1633 Wirken am Hof des Herzogs Friedrich III. zu Schleswig-Gottorf
  • 1633 – 1639 Teilnehmer einer Gesandtschaft, die im Auftrag des Herzogs nach Russland und Persien reist, um neue Handelswege zu erkunden
  • 1647 Veröffentlichung der „Moscowitischen und Persianischen Reisebeschreibung“, Olearius gilt als größter Russlandkenner seiner Zeit
  • Im Jahr 2010 steht sein Leben und Wirken Pate für Gestaltungen der Landesgartenschau.


Mehr über Adam Olearius

Wilhelm Wieprecht
Wilhelm Wieprecht

Wilhelm Wieprecht

  • deutscher Komponist, Dirigent, Arrangeur
  • Reformer der deutschen Militärmusik
  • geboren 1802 in Aschersleben, gestorben 1872 in Berlin
August E. Lüben
August E. Lüben

August E. Lüben

  • Pädagoge, Schulreformer, führte erstmals die naturwissenschaftlichen Fächer in den Unterricht ein
  • geboren 1804 in Golzow, gestorben 1873 in Bremen
  • 1829 bis 1850 als Lehrer, Rektor und pädagogischer Fachberater in Aschersleben täig
  • legte auf dem ungenutzten Teil des neuen Friedhofs in der Lindenstraße (heute Stadtpark) einen botanischen Garten an, den vermutlich ersten Schulgarten
Rudolf Christian Boettger
Rudolf Christian Boettger

Rudolf Christian Boettger

  • deutscher Chemiker und Physiker, Erfinder der Sicherheitszündhölzer
  • 1806 in Aschersleben geboren (Siehe Nr. 23 – Architekturroute), gestorben 1881 in Frankfurt am Main
  • Studium der Theologie in Halle, erst später widmet er sich den Naturwissenschaften, Studium der Physik und Chemie
  • 1835 wird Boettger Lehrer für Physik und Chemie im Physikalischen Verein in Frankfurt und promoviert später in Jena
  • mehrere Erfindungen und Neuerungen auf dem Gebiet der angewandten Chemie
  • Im Jahr 2004 gründet die Stadt Aschersleben eine Bildungsstiftung, die seinen Namen trägt.


Erfindungen von R.C. Boettger

Hans Heckner
Hans Heckner

Hans Heckner

  • Architekt und Stadtbaurat
  • 1878 im oberbayrischen Vötting nahe Freising geboren, gestorben 1949 in Aschersleben
  • Architekturstudium an der Technischen Hochschule in München (1899–1903)
  • 1906 Berufung als Stadtbaumeister nach Aschersleben, 1910 zum Stadtbaurat ernannt
  • prägte maßgeblich die städtebauliche Entwicklung Ascherslebens
  • während des Ersten Weltkrieges Promotion zum Dr.-Ing. an der Technischen
  • Hochschule Berlin-Charlottenburg.
  • Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten tritt er wegen zunehmender Differenzen als Stadtbaurat zurück, bleibt aber Privatarchitekt.


Heckner-Bauten in Aschersleben

Walter Buhe
Walter Buhe

Walter Buhe

  • deutscher Maler und Grafiker
  • 1882 in Aschersleben geboren, gestorben 1958 in Leipzig
  • 1920 – 1947 Professor für angewandte Grafik an der Akademie für graphische Künste in Leipzig
  • Goldmedaille auf der Pariser Weltausstellung 1937 für seine Darstellung der „Volkskultur“, speziell „Die Leute von Rosendorf“ (30 Holzschnitte)
  • Von ihm stammen die Entwürfe für die farbigen Glasfenster in der Aula des Gymnasiums Stephaneum in Aschersleben.
Hans Döring
Hans Döring

Hans Döring

  • deutscher Bildhauer
  • 1909 in Aschersleben geboren, gestorben 1978 in Stuttgart
  • Lehre als Holzbildhauer, danach 1929-1931 Studium an der Kunstakademie in Dresden als
  • Meisterschüler von Georg Wrba, ab 1935 eigenes Bildhaueratelier in Dresden
  • Von Hans Döring stammen die vier Putti aus Bronze an den Eingängen des Rathauses (1936), die jedoch am Ende des 2. Weltkrieges verloren gingen.
  • Wegen rassistischer Repressalien 1939 Emigration nach Indien, wo er seine jüdische Verlobte heiratetet.
  • zählt zu den bekanntesten Bildhauern Indiens, richtete u.a. das indische Nationalmuseum ein.

Klaus Moritz

  • deutscher Maler
  • 1930 in Aschersleben geboren
  • künstlerisches Studium an der Leipziger Akademie für Graphik und Buchkunst, 1952 Wechsel an die Hochschule für bildende Künste Berlin-Weißensee
  • danach freischaffender Maler in Leipzig. Es entstehen großformatige Landschaftsbilder für Botschaften und das Außenministerium der DDR im Auftrag des damaligen Außenministers Dr. Lothar Bolz.
  • 1959 Übersiedlung in die Bundesrepublik
  • Abdruck von vier Leuchtturm-Lithografien im ZEIT-Magazin 1976, Moritz wird schlagartig
  • bekannt
  • Im Alter von 80 Jahren schenkt der heute in Köln lebende Künstler seiner Geburtsstadt Aschersleben einen großen Teil seines grafischen Werkes.
  • Nach umfangreicher Sonderausstellung sind nun mehrere Bilder dauerhaft im Museum zu sehen.

Heinrich Rademacher

  • 1939 in Aschersleben als Sohn einer Handwerkerfamilie geboren, gestorben 2006 in Aschersleben
  • erste Malunterweisungen als 12-jähriger
  • 1954 – 1957 Lehre als Maler und Lackierer im väterlichen Betrieb
  • 1957 – 1960 Besuch der Fachschule für angewandte Kunst in Magdeburg
  • 1963 – 1968 Studium der Tafel- und Wandmalerei an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden – Beschäftigung mit verschiedenen Techniken der Druckgrafik
  • 1968 Diplom für Wandmalerei und freischaffend tätig als Maler und Grafiker in Aschersleben
  • 1975 – 1990 Betreuung einer Galerie im Kulturbund des Klubs „Adam Olearius“
  • 1974, 84, 86 Teilnahme an internationalen Pleinairen im In- und Ausland
  • 1992 – 1997 Arbeit in einem Handwerksbetrieb als Werbegrafiker
  • 2003 Auszeichnung mit der Ehrenmedaille der Stadt Aschersleben
Neo Rauch | Foto: Uwe Walter
Neo Rauch | Foto: Uwe Walter

Neo Rauch

  • einer der bedeutendsten zeitgenössischen Maler
  • 1960 in Leipzig geboren, aufgewachsen bei seinen Großeltern in Aschersleben, 1979 Abitur in Aschersleben
  • 1981 Studium an der Leipziger Hochschule für Grafik und Buchkunst
  • 1990 Meisterschülerabschluss, heute Honorarprofessor an der Leipziger Hochschule
  • 1997 anlässlich der Verleihung des Kunstpreises der Leipziger Volkszeitung Einzelausstellung im Museum der bildenden Künste Leipzig
  • 2000 Ausstellung „Randgebiet“ in der Galerie für Zeitgenössische Kunst in Leipzig, im Haus der Kunst München und in der Kunsthalle Zürich
  • umfangreichen Einzelausstellung „Neo Rauch. Neue Rollen“ im Kunstmuseum Wolfsburg, anschließend im Rudolfinum in Prag
  • 2007 als erster deutscher, lebender Künstler Einzelausstellung im Metropolitan Museum of Art New York
  • 2010 Doppelausstellung „Begleiter“ im Museum der bildenden Künste Leipzig und parallel in der Pinakothek der Moderne in München, mit 120 Werken der bislang umfangreichste Überblick über das bisherige Werk von Neo Rauch
  • 2010 Ausstellung „VON VORN“ mit Werken seiner Meisterklasse im Riegelbau des Bestehornparks anlässlich der Landesgartenschau
  • September 2010 Schenkung seines grafischen Werks der Stadt Aschersleben
  • Präsentation seiner Grafiken seit dem 1. Juni 2012 dauerhaft im Bestehornpark - www.grafikstiftungneorauch.de
  • Neo Rauch lebt und arbeitet heute mit seiner Frau Rosa Loy in Leipzig.


Weitere Informationen unter www.eigen-art.com