Rabenturm: Förderkreis übernimmt Kosten für neuen Bodenbelag auf Turmspitze

Sie ist imposant, beeindruckend, schön: Die historische Stadtbefestigungsanlage von Aschersleben. Große Teile der im 14. und 15. Jahrhundert errichteten Anlage sind bis heute erhalten und entlang eines grünen Promenadenrings zu besichtigen. Die Stadtmauer hatte ursprünglich eine Gesamtlänge von 2,1 Kilometern und wurde von 51 Wach- und Wehrtürmen gesäumt.

Zu den bis heute erhaltenen Türmen zählt der Rabenturm. Im Jahr 1442 erbaut, ist der viergeschossige Turm 31 Meter hoch und wird von einem Steinhelm gekrönt. In den 90iger Jahren denkmalgerecht saniert, wird der Rabenturm neben dem Stumpfen Turm am häufigsten im Rahmen von Stadtführungen besichtigt. Unerlässlich ist dabei die Pflege und Unterhaltung der historischen Bausubstanz. Eine solche Unterhaltungsmaßnahme konnte in jüngster Vergangenheit am Rabenturm abgeschlossen werden: Die Erneuerung des Bodenbelages auf der Turmspitze. Ausgeführt wurden die Arbeiten von der Tischlerei und Zimmerei Rücker aus Winningen. Im Rahmen der Arbeiten ist auf der Aussichtsplattform des Rabenturmes sozusagen der „Laufsteg“ - also Holzplatten, die auf die abgedichtete Oberfläche verlegt werden – erneuert worden.

Die Kosten für das Vorhaben liegen bei 3600 Euro und sind dankenswerterweise durch den Förderkreis „Restaurierung und Erhaltung der historischen Stadtbefestigungsanlagen von Aschersleben e.V.“ im Form von einer Spende zu 100 Prozent finanziert worden.

Eine Gelegenheit, den Rabenturm zu besteigen und von der Aussichtsplattform den Ausblick auf Aschersleben zu genießen, bietet sich beispielsweise am Tag des offenen Denkmals am 10. September 2017. An jenem Sonntag stehen zahlreiche Gebäude im gesamten Stadtgebiet Besuchern offen. 

Aschersleben, 20. Juli 2017