Veranstaltungskalender

Bürgerberatung für Betroffene von SED-Unrecht im Rathaus der Stadt Aschersleben

Die Beauftragte des Landes Sachsen-Anhalt zur Aufarbeitung der SED-Diktatur
(bis 31.12.2016: Landesbeauftragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes
der ehemaligen DDR in Sachsen-Anhalt) ist gemeinsam
mit Mitarbeitern der Außenstelle Halle des Bundesbeauftragten für
die Stasi-Unterlagen am Montag, dem 26. November 2018, von 9 bis 17 Uhr im Ratszimmer des Rathauses vor Ort. Das Beratungsangebot richtet sich an Menschen, die bis heute in vielfältiger
Weise unter verübtem Unrecht durch den SED-Staat leiden, insbesondere an:
•zu Unrecht Inhaftierte,
•Betroffene von Zersetzungsmaßnahmen des Staatssicherheitsdienstes,
•Personen, die Repressalien in Beruf oder Ausbildung ausgesetzt waren,
•Betroffene, die Eingriffe in Eigentum und Vermögen erfuhren,
•Verschleppte und deren Angehörige sowie Hinterbliebene und Angehörige
von Opfern,
•Personen, die nach Akteneinsicht eine Retraumatisierung erlitten,
•Angehörige von offiziellen und inoffiziellen Mitarbeitern des MfS.
Es können Anträge auf Einsicht in die Stasi-Akten gestellt werden. Hierzu ist
der Personalausweis vorzulegen.
Weiterhin erfolgt eine Beratung zu
•Anträgen nach den SED-Unrechtsbereinigungsgesetzen (strafrechtliche,
verwaltungsrechtliche, berufliche Rehabilitierung)
•monatlichen Zuwendung („Opferrente“)
•Kinderheimen
•Anträgen nach sowjetischer Inhaftierung/Internierung

Das Beratungsangebot kann ohne Voranmeldung genutzt werden.

Aschersleben, 23. November 2018

(Foto: Stadt Aschersleben)