Ausgangslage 2003

Folgende Faktoren bestimmten im Jahr 2003 u.a. die Ausgangslage:

  • Aschersleben hatte seit 1990 rund 7.000 Menschen durch Abwanderung verloren. Die Einwohnerzahl war von 33.000 auf 26.000 gesunken. Prognosen sagen für das Jahr 2020 eine Zahl von 20.000 Einwohnern für die Kernstadt (ohne Ortsteile) voraus.
  • In den zu DDR-Zeiten erbauten Neubaugebieten (Plattenbauweise) wuchsen die Leerstandsquoten in den verschiedenen Quartieren nach der Wende sukzessive an. Im Wohngebiet Helmut-Welz-Straße am nordöstlichen Stadtrand war die Quote mit 40 Prozent eine der höchsten im Stadtgebiet.
  • In Aschersleben treffen drei Bundesstraßen aufeinander. Zudem gibt es keine Umgehungsstraße. Die Folgen sind ein enormes Verkehrsaufkommen auf der Durchfahrtsstraße (20.000 Autos am Tag im Jahr 2002) und damit verbunden eine große Beeinträchtigung der Wohnsituation durch Lärm und Abgase. Im Jahr 2003 war die Leerstandsquote entlang dieser Straße auf ca. 40 Prozent angewachsen.
  • Die drei Hektar große innerstädtische Industriebrache OPTIMA, ehemals die Bestehornsche Papierdruckfabrik, verschandelt als größter städtebaulicher Missstand das Stadtbild. Das Hauptgebäude befindet sich direkt an der Ortsdurchfahrt und wirkt extrem Image schädigend. Die Flächen sind für die Bevölkerung nicht begehbar.
  • Aschersleben, die älteste Stadt Sachsen-Anhalts, verfügt über eine gut erhaltene Bausubstanz in der historischen Altstadt. Die Stadtsanierung ist seit 1990 gut vorangeschritten.