Aufruf: Historische Bilder vom Scharren gesucht

Sicherungsarbeiten am Scharren beginnen im 4. Quartal / Planungen für einen erweiterten Rohbau laufen an

Im Dezember 2016 hatte Thomas Pleye, Präsident des Landesverwaltungsamtes, ein Weihnachtsgeschenk für die Stadt Aschersleben im Gepäck: Einen Fördermittelbescheid über insgesamt 1,44 Millionen Euro. Die Mittel aus den Förderprogrammen „Städtebaulicher Denkmalschutz“ und Stadtumbau Ost waren maßnahmenbezogen - für das Bauvorhaben der Ascherslebener Gebäude- und Wohnungsgesellschaft (AGW) Hopfenmarkt/Halken sowie die Sicherung des Scharren. Im Laufe des 4. Quartals dieses Jahres wird nun mit der Sicherung des Scharren begonnen.

Als die Stadt Aschersleben das Gebäude am 1. Dezember 2015 erwarb, wurde umgehend eine erste Notsicherung des Daches veranlasst. Im Zuge der nun geplante Sicherung wird das seit mehr als zehn Jahren leerstehende Gebäude entkernt, als erweiterter Rohbau saniert und anschließend zum Verkauf angeboten. Im Rahmen der Sanierung -  zu 100 Prozent mit Mitteln aus dem Förderprogramm Stadtumbau Ost finanziert, es stehen 642.550 Euro zur Verfügung -  werden Dach, Fassade, Fenster und Türen erneuert, sodass anschließend der neue Besitzer den Innenausbau des Gebäudes je nach dessen späterer Nutzung selbst gestalten kann.

Aufruf

Im Zuge der Planungen und der Vorbereitung des Bauantrages bitte das zuständige Architekturbüro qbatur aus Quedlinburg sowie das Hochbauamt der Stadt Aschersleben die Aschersleberinnen und Aschersleber um Mithilfe. Gesucht werden historische Bilder des Gebäudes.

Wer über solches Bildmaterial verfügt, wird gebeten, dies dem Hochbauamt der Stadt Aschersleben, Hohe Straße 7, zu Händen von Frau Heidrun Wagner, in 06449 Aschersleben zur Verfügung zu stellen. Gern können die Bilder auch zu den Öffnungszeiten im Bürgerbüro - im Rathaus am Markt gelegen - abgegeben werden. Bitte vermerken Sie ihren Namen und Anschrift, damit die Bilder dem jeweiligen Besitzer zugeordnet werden können. Verwaltung und Architekturbüro danken schon jetzt für die Unterstützung des Vorhabens.

Hintergrund

Im Jahr 2004 veräußerte die Stadt Aschersleben das Gebäude. Die Pläne der Eigentümerin, das Gebäude mit Hilfe von Fördermitteln zu sanieren, zerschlugen sich. Seit dem 1. Dezember 2015 ist die Stadt Aschersleben wieder Eigentümerin des Scharren. Der Scharren ist im Jahr 1633 erstmals schriftlich erwähnt worden. Es handelt sich um einen schmalen Durchgang von der Breiten Straße zum Stephanikirchhof. In der Gasse mit den gegenüberliegenden, baugleichen Gebäudezeilen verkauften einst Fleischer ihre Waren.

Aschersleben, 3. August 2017