Feinstaub: Gesunkene Messwerte dank günstiger Wetterlagen

Im vergangenen Jahr zählte die Feinstaubmessstation des Landesamtes für Umweltschutz in Aschersleben 7 Überschreitungen des europaweit geltenden Tagesgrenzwerts von 50 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft. Das sind 8 Überschreitungen weniger als im Jahr 2015 und 26 weniger als 2014. Obwohl es beim Verkehrsaufkommen in Aschersleben keine signifikanten Veränderungen gab, fiel die Feinstaubkonzentration in den vergangenen zwei Jahren erheblich geringer aus als in den Jahren zuvor. Im Jahr 2012 gab es beispielsweise 20 Überschreitungen, 2010 waren es 46.

Grund dafür sei die günstige Wetterlage gewesen, so der Leiter des Aschersleber Stadtplanungsamtes Jens-Peter Finke. Denn für die gehäuft hohen Feinstaubkonzentrationen in den Jahren vor 2015 waren wiederkehrende Hochdruckwetterlagen, die den Luftaustausch ungünstig beeinflussten, verantwortlich. Oberbürgermeister Andreas Michelmann dazu: „Seit die Feinstaubkonzentration in Aschersleben gemessen wird, beobachten wir die Abhängigkeit der Werte von der Wetterlage. Der in Deutschland als Ursache betonte Straßenverkehr macht nur ca. 20 Prozent des Feinstaubs aus. Das heißt: Wir haben so gut wie keinen Einfluss auf die Überschreitungen. Der Straßenverkehr ist schlichtweg der Faktor, den die Politik aktiv beeinflussen kann und deshalb stürzt sie sich auf ideologische Maßnahmen wie Umweltzonen.“

Bildquelle: andi-h/pixelio.de

Aschersleben, 16. November 2017