Mitteilung der Stadtwerke: Aggressive Werbeanrufe – Kunden verunsichert

Am Dienstag, 19. September, ging bei den Stadtwerken Aschersleben erneut ein „Hilferuf“ ein. Eine Kundin rief aufgeregt bei dem örtlichen Energieversorger an und berichtete von einem Telefonanruf bei ihr Zuhause. Der Anrufer erzählte, dass er im Auftrag der Stadtwerke anriefe, mit denen er eine Kooperation hätte. Er bräuchte die Zählernummer der Kundin und würde dann mit dem örtlichen Netzbetreiber reden und dafür sorgen, dass die Kundin in ihrem Zuhause nicht mehr so viele Spannungsschwankungen hätte.

Brigitte Klopstein, Prokuristin der Stadtwerke, warnt: „Lassen Sie sich am Telefon nichts ,aufschwatzen‘ und halten Sie im Zweifel direkt Rücksprache mit Ihrem Ansprechpartner bei den Stadtwerken. Die Mitarbeiter sind meist namentlich bekannt oder Sie finden Ihren zuständigen Bearbeiter direkt auf der letzten Rechnung!“

Durch die Stadtwerke Aschersleben GmbH erfolgen grundsätzlich keine unaufgeforderten Anrufe bei Kunden und ebenso wenig werden Angebote oder Werbung für Tarife oder Dienstleistungen am Telefon unterbreitet.

Hintergrund:
In Deutschland unterliegt Telefonwerbung seit einigen Jahren strengen Regeln. Niemand darf zu Werbezwecken angerufen werden, wenn er nicht vorher ausdrücklich zugestimmt hat. Auch eine Zustimmung zu Beginn des Anrufs reicht nicht aus. Die Missachtung der gesetzlichen Regelungen ist bußgeldbewehrt und kann als Ordnungswidrigkeit durch die Bundesnetzagentur verfolgt werden. Bei Verstößen gegen das Verbot der unerlaubten Telefonwerbung kann die Behörde Bußgelder von bis zu 300.000 Euro verhängen. Eine Rufnummernunterdrückung bei Werbeanrufen kann mit Bußgeldern bis zu 100.000 Euro geahndet werden.

Aschersleben, 21. September 2017