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„Mit Lebensfreude und Klugheit für ein weltoffenes, buntes Aschersleben – dem braunen Gedankenbrei keine Chance"

Rund 500 Aschersleber haben am Samstag trotz Kälte und Schneefall ein fröhliches Bürgerfest auf dem Marktplatz gefeiert und damit zum Ausdruck gebracht, dass Aschersleben weltoffen und bunt ist.

Hintergrund war ein Demonstrationszug so genannter freier nationaler Kräfte, der zwischen 13.00 Uhr und 17.00 Uhr unter starker Polizeiaufsicht durch Aschersleben zog.

Die katholische Marktkirche war anlässlich eines ökumenischen Friedensgebets um 10 Uhr bis auf den letzten Platz besetzt. Gemeinsam gestalteten der katholische Pfarrer Johannes Zülicke, der Pfarrer des Evangelischen Kirchspiels Aschersleben Matthias Büdke und der Pastor der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Martin Kölli einen Gottesdienst mit Psalmworten, Liedern und Texten aus der Bibel. Zu Beginn hatten viele Besucher bunte Bänder erhalten, aus dem am Ende durch alle Bankreihen hinweg ein langes buntes Band geknüpft wurde.

Mit einer Menschenkette, die das Band in den Händen hielt, ging es dann zur Bühne auf dem Markt, wo bereits Oberbürgermeister Andreas Michelmann stand, um die Aschersleber zu begrüßen und die Kundgebung zu eröffnen.

Durch den Tag führte der Magdeburger Kabarettist Lars Johansen. Verschiedene Redner äußerten sich zu den Themen Toleranz, Weltoffenheit und Geschichtsbewusstein. So betonte der Landtagspräsident und Aschersleber Detlef Gürth, dass es gerade in der Einestadt viele Menschen aus verschiedenen Kulturen gäbe, die sich wirtschaftlich, kulturell und sportlich in die Gesellschaft eingebracht haben.

Verschiedene Bands wie "REHAB", "Spielgefährten" und "Sondermüll" sorgten unter den Besuchern für gute Stimmung. Informationen zum Thema gab es ausreichend an Ständen von Vereinen, Parteien und Schulen.

Um 14.00 Uhr setzte sich ein von den Grünen angemeldeter Demonstrationszug mit ca. 300 Personen vom Parkplatz Ballhaus über die Geschwister-Scholl-Str./Vor dem Johannistor/Tie zum Markt in Bewegung. 

Rechtsextremisten und Demokraten begegneten sich nur kurz gegen 15.30 Uhr in Sichtweite am Markt. Bis auf Zwischenrufe ("Nazis raus!") blieb die Situation ruhig und friedlich.   

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