Internationales Sommeratelier: Tag des offenen Ateliers am 17. August

Bereits im Juni hat die dritte Auflage des Internationalen Sommerateliers Aschersleben begonnen. Aus 15 internationalen Bewerbungen wählte die Jury vier Künstler, die die Sommermonate in Aschersleben verbringen und hier – inspiriert durch Land und Leute – neue Werke schaffen: Christina Baumann (Deutschland), Iulian Bisericaru (Rumänien), Lada Nakonechna (Ukraine) und Annemarie Vink (Niederlande). Für einen Zeitraum von rund drei Monaten können die Künstlerinnen und Künstler jeweils einen Atelierraum im Riegelbau des Bestehornparks nutzen. Gleichzeitig leben und wohnen sie in der ältesten Stadt Sachsen-Anhalt - dank der Unterstützung zahlreicher Sponsoren.

Wer neugierig geworden ist, die bislang entstandenen Werke zu sehen, sich selbst inspirieren lassen oder mit den Künstlern ins Gespräch kommen möchte, für den ist der Tag des offenen Ateliers am Donnerstag, 17. August, zwischen 11 und 17 Uhr die Gelegenheit. Die Künstlerinnen und Künstler sind vor Ort und stellen sich und ihre Arbeiten vor. Die Veranstaltung steht jedermann offen. Gern können auch Klassen vom Gymnasium und den Sekundarschulen dieses Angebot wahrnehmen. In diesen Fällen wird um vorherige Anmeldung unter der Telefonnummer (03473) 22511313 oder per E-Mail an bestehornpark(at)aschersleben.de gebeten.

Der Eingang zu den Ateliers ist über den Haupteingang des Bestehornparks zu erreichen.


Die Biografien der teilnehmenden KünstlerInnen
   
Christina Baumann
Christina Baumann wurde 1982 in Witzenhausen bei Kassel geboren und lebt heute in Leipzig. Sie hat zwischen 2006 und 2011 das Studium der Malerei und Grafik an der Hochschule für Bildende Künste Dresden bei Rocco Pagel, Monika Brandmeier, Elke Hopfe und Peter Bömmels absolviert. Christina Baumann war 2011 bis 2013 Meisterschülerin bei Peter Bömmels und ist zudem seit 2011 als freischaffende Künstlerin tätig. 
In den vergangenen Jahren hat die Malerin an verschiedenen Gruppen- und Einzelausstellungen partizipiert – darunter in Dresden, Halle, Wien und Hamburg. Sie reizt am Sommeratelier „in einer neuen und interessanten Umgebung meine Arbeit zu vertiefen, und mich der Frage der Figuration im Bild, welche in den letzten Wochen in meiner Atelierarbeit wieder aufgetaucht ist, zu widmen. Kurzum: Gibt es wieder die Möglichkeit einer Figur oder figurativen Idee in meinen Bildräumen?“

Iulian Bisericaru
Iulian Bisericaru wurde 1987 in Rumänien geboren und wohnt in Sibiu. Er machte seinen Abschluss im Fachbereich Malerei an der Universität für Kunst und Design Cluj-Napoca in Rumänien, wo er derzeit Doktorand ist. Seine Einzelausstellungen waren bereits in Wien und in verschiedenen Städten in Rumänien zu sehen, Gruppenausstellung zeigten seine Werke auch in Russland, Deutschland, Wien. In letzter Zeit hat sich seine Faszination für die sichtbaren Spuren der jüngsten Geschichte und die postkommunistische Stadtlandschaft auf den Bereich der Stadtplanung und insbesondere auf die organische Architektur verlagert. Aschersleben als Ort des Stipendiums spricht ihn daher im Besonderen an: „Ein Ort mit fünf architektonischen Stilen, die verschiedenen historischen Perioden entsprechen, ist interessant für mein Studium der westlichen Architektur, vor allem was sich in den 1960er und 1970er Jahren entwickelt hat“.

Lada Nakonechna
Lada Nakonechna wurde 1981 in Dnepropetrovsk, Ukraine, geboren und lebt heute in Kiew. Sie studierte an der Nationalen Akademie für bildende Kunst und Architektur in der Ukraine (MA). Lada Nakonechna ist eine ukrainische Künstlerin, die den Begriff der Zeit und die Wahrnehmung des Raumes durch verschiedene Medien (Zeichnung, Aktionen im öffentlichen Raum, Film, Installation, Aufführung usw.) erforscht. Sie ist Preisträgerin des Kazimir Malevich Artist Award (2014), des PinchukArtCentre Special Prize (2013) und des dritten ukrainischen Wettbewerbes für junge Kuratoren und Künstler (Zentrum für zeitgenössische Kunst bei NaUKMA, 2003). In Gruppen- wie Einzelausstellungen wurden ihre Werke und Installationen bereits in zahlreichen Ländern gezeigt – darunter in Frankreich, Polen, Deutschland, der Schweiz und Norwegen.

Annemarie Vink
Annemarie Vink lebt und arbeitet in Amsterdam, Niederlande. Annemarie Vink begann ihre künstlerische Ausbildung zwischen 1979 und 1984 an der Kunst Akademie Kampen. Von 1985 bis 1987 folgt eine keramische Ausbildung in Bolsward, in Kooperation mit „Koninklijke Tichelaar Makkum“ – einer Keramikfabrik in den Niederlanden.  Anfang der 90iger Jahre besucht sie die Kunsthochschule Constantijn Huygens in Kampen. Durch die Malerei dokumentiert Annemarie Vink den Alltag - auf großformatigen Leinwänden oder auf Papier. Momente aus ihrer Umgebung sind das Thema fast aller ihrer Gemälde. Kleine Details, die das Auge einfängt, wie Blumen auf einem Armaturenbrett oder ein kleiner Kragen mit glänzenden Knöpfen. Annemarie Vink hat bereits zahlreiche Ausstellungen realisiert, außerdem unterrichtet sie an verschiedenen Schulen und Einrichtungen im Bereich Kunst. Im vergangenen Jahr besuchte die Malerin im Rahmen des Leipziger International Art Program (LIA) bereits Aschersleben und das Sommeratelier. Von ihrer Teilnahme erhofft sie sich, dass „in dieser schönen Stadt neue Einflüsse, neue Bilder um mich herum neue Entscheidungen für eine großformatige Serie an Malereien von Öl auf Papier verursachen. Das Ziel ist, mich selbst zu überraschen, indem ich neue Schritte gehe.“

Weitere Informationen zum Internationalen Sommeratelier finden Sie mit einem Klick auf den gleichnamigen Link in der linken Spalte auf der Homepage www.aschersleben.de. Besuchen Sie auch gern die Seite Internationales Sommeratelier Aschersleben bei Facebook.

Aschersleben, 11. August 2017