Im Moment sind nur Zweitimpfungen in der Impfstation im Ballhaus möglich

Der zunehmende Impfstoffmangel macht sich immer weiter bemerkbar, auch hier in Aschersleben.
„Wir haben im Moment in Deutschland eine eigenartige Arbeitsteilung. Während der Gesundheitsminister Jens Spahn durch die Lande und diverse Talkshows reist, um seine Impferfolge anzupreisen, müssen wir vor Ort den Menschen erklären, dass in Wirklichkeit kein Impfstoff bzw. viel zu wenig Impfstoff da ist.“, sagt Oberbürgermeister Andreas Michelmann und er weist darauf hin, dass „es ein klein wenig zugeht, wie bei des Kaisers neue Kleider“.
Das Impfversprechen der Bundesregierung kann in der Impfstation im Ballhaus derzeit nicht umgesetzt werden, da klafft eine derbe Lücke zwischen den Aussagen der Politiker und der Realität an der Impfbasis.
„Ich habe keinen Impfstoff für Erstimpfungen zur Verfügung, wenn überhaupt, dann können gerade die Zweitimpfungen abgedeckt werden“, sagt Jörg Widder, der Leiter der Impfstation in Aschersleben. Die Impfplanung ist extrem unsicher. Zusagen, die eine langfristige Impfterminvergabe möglich machen würden, gibt es zurzeit nicht.

Über die weitere Entwicklung in der Impfstation wird regelmäßig informiert.

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Aschersleben, 04. Juni 2021