Schubert Touristik GmbH wird mit dem Wirtschaftspreis 2020 ausgezeichnet

Der Wirtschaftspreis der Stadt Aschersleben würdigt seit vielen Jahren hervorragende Leistungen von hier ansässigen Unternehmern. In diesem Jahr wird der Wirtschaftspreis der Stadt Aschersleben an die Schubert Touristik GmbH verliehen, die zu den erfolgreichsten Reiseveranstaltern in Deutschland zählt. 

6 Busse und 6 Mitarbeiter – in dieser doch recht überschaubaren Größe übernahm Mike Schubert im Jahr 2003 das Unternehmen Schubert Touristik, dessen Grundstein bereits im Jahr 1967 unter dem Namen „Mendorf-Reisen“ gelegt wurde. Die Haupteinnahmequelle war seinerzeit der Schüler- und Linienverkehr sowie die Beförderung von behinderten Menschen zur Arbeit. Der Reiseverkehr spielte damals noch eine eher untergeordnete Rolle und wurde lediglich mit zwei älteren Bussen bedient. 16 Seiten umfasste der Reisekatalog damals und rund 350 Kunden buchten ihre Reisen dort.

Nach einer kurzen Einarbeitungsphase und dem Erlangen des Busführerscheins startete Mike Schubert 2004 in die erste eigene Reisesaison. Dabei erkannte er schnell das Potenzial dieser Branche und investierte bereits zwei Jahre später in zwei neue Reisebusse. 2008 wurde die Flotte noch um zwei weitere Busse erweitert. Im Jahr 2010 wurde aufgrund der rasanten Entwicklung die Reisesparte abgespalten und mit der Gründung der SCHUBERT TOURISTIK GmbH eines der inzwischen beliebtesten Touristikunternehmen in Sachsen-Anhalt gegründet.

Heute ist das Team um Mike Schubert mittlerweile auf rund 100 Mitarbeiter angewachsen. Im Laufe der vergangenen Jahre sind durchschnittliche zehn sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze im Jahr geschaffen worden. Für den Ascherslebener Unternehmer ist es sehr wichtig, dass sich alle Mitarbeiter wohlfühlen. Nur so ist es möglich, dem hohen Anspruch der Kundschaft gerecht zu werden und das enorm hohe Arbeitspensum zu bewältigen.  

Um   dem   Fachkräftemangel   entgegen    zu   wirken,   werden    seit    August 2017 zwei Mitarbeiterinnen zur Reiseverkehrskauffrau ausgebildet. Weitere vier Ausbildungsplätze sind für 2020 geplant. Die Frauenquote im Unternehmen beträgt inzwischen rund 50 Prozent.  

Der enorme Zuspruch der Reisegäste und die hohe Zufriedenheit der Kundschaft bedeutet aber auch eine ständige Anpassung und Weiterentwicklung der innerbetrieblichen Strukturen. So wurde bereits im Jahr 2006 die Firmenzentrale in die Taubenstraße 8 nach Aschersleben verlegt. Der Betriebshof in Ermsleben diente zu dieser Zeit als Parkplatz für die Kunden und als Anlaufstelle für die Busflotte. Bald reichte der Platz in Ermsleben nicht mehr aus, um einen reibungslosen Ablauf vor jeder Reise zu gewährleisten, so dass die Idee eines eigenen Abfahrtsterminals konkret weiterentwickelt wurde. Schließlich konnte mit der Lebenshilfe Harzvorland ab dem Jahr 2013 eine einzigartige Kooperation geschlossen werden. Seit dieser Zeit können die Reisegäste vom Terminal in der Hertzstraße in Aschersleben in den Urlaub fahren. Auf den mehr als 250 Parkplätzen auf dem Gelände können die Gäste ihre Fahrzeuge während ihrer Reise sicher abstellen. Von den Mitarbeitern der Lebenshilfe werden kleine Lunchboxen für jeden Reisegast vorbereitet, die mit Produkten von ortsansässigen Firmen bestückt werden. So ist eine in Sachsen-Anhalt einmalige Zusammenarbeit entstanden ist, die weit über die Region auf positive Resonanz stößt. 

Nachdem nun die Firmenzentrale in der Taubenstraße in Aschersleben an ihre Kapazitätsgrenzen gelangte, fand sich in unmittelbarer Nachbarschaft zum Terminal in der Hertzstraße 4, dem ehemaligen SEAT Autohaus, ein geeignetes Objekt, um die Firmenentwicklung weiter voranzutreiben. Hier ist neben den Räumen der Geschäftsleitung, der Disposition, der Reiseproduktion und der Buchhaltung auch die inzwischen auf 17 Fahrzeuge angewachsene, moderne Reisebusflotte stationiert. Eine den neusten Standards entsprechende Buswaschanlage sorgt dafür, dass die Fahrer und das Reinigungspersonal weiter entlastet werden. Durch die Verkürzung der innerbetrieblichen Wege wird eine perfekte Ausgangssituation für die weitere Expansion geschaffen. 

Durch den Einsatz neuester Technik, sowohl bei der Auswahl der Fahrzeuge als auch bei der Verwendung modernster Computertechnik, ist der Prozess der Digitalisierung in vollem Gang. Nur durch die Bereitschaft aller Mitarbeiter, sich weiterzuentwickeln und auf die Herausforderungen und die neuen Möglichkeiten der heutigen schnelllebigen Zeit einzulassen, ist es gelungen, zum 6. Mal in Folge den Titel des TOP Reiseveranstalters vom Insolvenzversicherer TOURVERS und der Prüfungsgesellschaft Rödl & Partner zu erlangen. Damit hat SCHUBERT TOURISTIK wiederholt ihre herausragende touristische Qualität unter Beweis gestellt und zählt zu den 20 besten Reiseveranstaltern in Deutschland – und ist damit einzigartig in Sachsen-Anhalt.

Einzigartig ist in diesem Zuge auch das Terminal von Schubert Touristik. Aus einem Umkreis von bis zu 150 Kilometern reisen die Kunden an bzw. werden nach Aschersleben gefahren, um von hieraus ihre Reise zu beginnen. Viele Gäste nutzen den Aufenthalt, um Aschersleben zu erkunden. Gleichzeitig stellen die Mitarbeiter die älteste Stadt Sachsen-Anhalts ihren Gästen umfassend vor und bewerben sie. Das Terminal als Multiplikator – wenn Sie so wollen. 

Die Zufriedenheit der Kunden ermöglicht neben der wichtigen Sicherung der Arbeitsplätze auch ein regelmäßiges Engagement für gesellschaftliche und kulturelle Zwecke. So unterstützt die Firma den Chor des Stephaneums als fester Partner, das inzwischen überregional bekannte Ascherslebener Großereignis Megawoodstock, die Grafikstiftung Neo Rauch sowie im Bereich Sport den HC Aschersleben Alligators, den Aschersleben Tigers BC e. V. und einen Tennisverein. 

Die Schubert Touristik GmbH erhält für die außerordentlich erfolgreiche unternehmerische Tätigkeit und die Entwicklung des Unternehmens zu einem der TOP-Reiseveranstalter in Deutschland sowie die dauerhafte Sicherung von Arbeits- und Ausbildungsplätzen den Wirtschaftspreis 2020 der Stadt Aschersleben. 

(c) Schubert Touristik/Stadt Aschersleben

Aschersleben, 3. Januar 2020