Freie Fahrt im Vogelviertel

Grundhafter Ausbau von Schwalbenweg und Lerchenweg abgeschlossen

Die Anwohner des Lerchenweges und des Schwalbenweges im Vogelviertel von Aschersleben können aufatmen: Nach 13 Monaten Bauzeit konnte der grundhafte Ausbau der Anliegerstraßen abgeschlossen werden. Im Beisein von Oberbürgermeister Andreas Michelmann, Enrico Jorde, Betriebsleiter des Eigenbetriebes Abwasserentsorgung, Hjalmar Lindner, Geschäftsführer der ASCANETZ GmbH sowie Julia Rippich, Dezernentin Stadtentwicklung, fand am 12. Mai 2020 die offizielle Verkehrsfreigabe der Straßen statt.

Rund 845.000 Euro sind bei der gemeinschaftlichen Baumaßnahme der Stadt Aschersleben, der ASCANETZ GmbH sowie des Eigenbetriebes für Abwasserentsorgung verbaut worden. Der Kanalbau schlägt mit rund 333.000 Euro zu Buche, die Arbeiten an den Gas- und Trinkwasserleitungen mit rund  34.000 Euro. Seitens der Stadt Aschersleben wurden in den Straßenbau rund 453.000 Euro und in die Straßenbeleuchtung rund 25.000 Euro investiert. Für den Straßenbau und die Straßenbeleuchtung werden Straßenausbaubeiträge gemäß bestehender Satzung erhoben.

Die Stadt Aschersleben hat im Zuge der Erschließung des „Vogelviertels“ nach dem Ausbau des Drosselweges nun auch den grundhaften Ausbau in den Bereichen des Lerchen- und Schwalbenweges hergestellt. Der Lerchenweg als auch der Schwalbenweg dienen im Wesentlichen der unmittelbaren Erschließung der angrenzenden bebauten Grundstücke. Insgesamt wurden 360 Meter Straße grundhaft ausgebaut – wovon zirka 75 Meter auf den Schwalbenweg und rund 285 Meter auf den Lerchenweg entfallen. Beide Wege wurden als Mischverkehrsflächen mit unterschiedlichen Breiten in Betonsteinpflaster hergestellt. Die Fahrbahnbreiten liegen zwischen 4,30 und 5,40 Metern, wobei die größeren Straßenbreiten den Kurvenbereichen vorbehalten sind.

Im Zuge der Straßenbauarbeiten wurden die anliegenden Grundstücke erstmalig an einen Schmutz- und einen Regenwasserkanal angeschlossen sowie die Trinkwasserleitungen erneuert. Es wurden beispielsweise rund 660 Meter Schmutzwasserkanal verlegt. Beim Straßenbau erfolgte der Aushub von zirka 1170 m³ Erdreich, 1850 Quadratmeter Betonpflaster wurden verlegt, 18 Straßeneinläufe einschließlich Erdarbeiten und Anschlussleitungen verlegt sowie 770 Meter Bordanlage und 750 Meter zweireihige Gosse gesetzt. Für die Straßenbeleuchtung wurde 440 Meter Kabel verlegt und 9 Mastaufsatzleuchten mit LED-Leuchtmittel montiert.

Der Straßen- und Kanalbau ist durch die Firma HTS Baugesellschaft aus Gröbzig realisiert worden, die Arbeiten an der Straßenbeleuchtung durch die Mitnetz Strom mbh aus Naumburg. Für die Planung und Bauüberwachung im Kanal- und Straßenbau zeichnet das Ingenieurbüro Morszeck & Partner aus Halberstadt verantwortlich, für die Planung und Bauüberwachung Straßenbeleuchtung das Ingenieurbüro ABW Elektroplan aus Lutherstadt Eisleben. Die Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordination übernahm das Ingenieurbüro für Arbeitsschutz Linke aus Radisleben.

Trotz aller Bemühungen war es nicht möglich, den Zeitplan der Bauarbeiten einzuhalten. Die Arbeiten im Baustellenbereich gestalteten sich sehr schwierig: Zu einem bedingt durch die beengten Platzverhältnisse, zum anderen durch vorhandene Medienanlagen, welche fast täglich eine Koordination und Abstimmung unter den Beteiligten notwendig machte.

Zu erwähnen ist auch, dass durch die Telekom während der Baumaßnahme die Entscheidung zur Verlegung eines Leerrohres für Glasfaserkabel im gesamten Baubereich getroffen wurde. Diese Entscheidung war aus Sicht der Stadt absolut sinnvoll.

Vorgenannte Sachverhalte kosteten jedoch Zeit und machten das ursprünglich geplante Bauende für Ende 2019 nicht mehr realistisch.

Foto: Rüdiger Behrendt/Stadt Aschersleben

Aschersleben, 13. Mai 2020