Ausstellung „WUNDERvolle Zeiten“ lädt ins Museum ein

Seit Mai lohnt es sich, am Bahnhofskreisel eine oder zwei Runden mehr durch den Kreisverkehr zu drehen. 10 Jahre nach der Eröffnung der Drive Thru Gallery in Aschersleben, die Teil der Internationalen Bauausstellung Stadtumbau Sachsen-Anhalt (IBA) 2010 war, werden am dortigen Gebäude drei Werke des Aschersleber Künstlers Klaus Moritz dauerhaft präsentiert. Mit denen aus dem Lithografiezyklus „Paul Greene“ stammenden Bildern werden erstmals die Werke eines einheimischen Künstlers im Rahmen der Drive Thru Gallery gezeigt.

Der Moment ist nicht zufällig gewählt. Es ist eine von vielen geplanten Aktionen in diesem besonderen Jubiläumsjahr der Stadt Aschersleben, das abrupt durch die Corona-Krise ausgebremst wurde. Doch davon lassen sich die Aschersleber Kulturanstalt, die Stadt Aschersleben sowie zahlreiche Partner und Sponsoren nicht beeindrucken. Im Museum widmet sich seit dem 21. Juni die Ausstellung „WUNDERvolle Zeiten“ eben jenen Jubiläen in besonderer Weise – 10 Jahre IBA, 10 Jahre Landesgartenschau, 10 Jahre Städtepartnerschaft mit der Stadt Kerava in Finnland, 30 Jahre Bundeskabarettfestival, 30 Jahre Städtepartnerschaft mit Peine, 20 Jahre Netzwerk Gartenträume, 10 Jahre Pferdefestival Askania, 130 Jahre Majorananbau und der 850. Todestag Albrecht des Bären.

In einem Ausstellungsraum wird unter anderem die Drive Thru Gallery erlebbar. Sie wird sogar begehbar. Plakate mit Gebäudeansichten vor und nach der Sanierung komplettieren den Themenbereich rund um die IBA in Aschersleben, die das Bild der Stadt bis heute maßgeblich prägt.

In Erinnerung an die IBA werden aber nicht nur Häuseransichten gezeigt, sondern auch bei Grabungsarbeiten gefundene archäologische Stücke ausgestellt. Diese sind in Schränken zu sehen, die wie kleine Wunderkammern gestaltet sind. In einem Original-Wunderkammerschrank der Laga von 2010 ist zum Beispiel auch zu sehen, wie aus Schmetterlingslarven herrliche Falter werden; biologisch und nachhaltig wertvoll aber auch als Synonym dafür, wie sich Aschersleben seit der Gartenschau entpuppt hat. In einem anderen Schrank wird auf wunderbar kindliche Weise vorgeführt, wie Wasser- und Stromkreisläufe funktionieren, wo die finnische Partnerstadt Kerava liegt oder für welche Süßigkeit die Partnerstadt Peine bekannt ist.
 
Da der Majoran schon seit 130 Jahren rund um Aschersleben angebaut wird, bekommt auch dieser einen Ehrenplatz in der Ausstellung. Dafür wird der Museumshof zum Kräutergarten. Hier werden neben Majoran auch Thymian, Lavendel und viele andere duftende Kräuter zu sehen und zu beschnuppern sein. Ein gemütlicher Platz zum Verweilen, mit einem Hauch Urlaubsfeeling mitten in der Stadt.

Ein Besuch lohnt sich!

 

Jubiläumsausstellung „WUNDERvolle Zeiten“
Ab 21. Juni 2020 im Museum Aschersleben
Museum Aschersleben I Markt 21 I 06449 Aschersleben
geöffnet: Di-Fr 10-16 Uhr I Sa 14-17 Uhr I So 10-16 Uhr I Mo geschlossen

Ein Video zur Ausstellung ist ebenfalls demnächst abrufbar.

Aschersleben, 23. Juni 2020

Fotos: Stadt Aschersleben/Aschersleber Kulturanstalt