BRUCHstücke aus dem Museumsdepot - Neue Sonderausstellung im Museum Aschersleben

Am Sonntag, 4. Februar 2018, um 11 Uhr wird im Museum Aschersleben die nächste Sonderausstellung eröffnet. Diese läuft unter dem Titel „Blick ins Museumsdepot III - BRUCHstücke“ und zeigt eine Auswahl interessanter Stücke, die seit Jahren im Museum schlummern und nicht mehr so ganz bruchsicher sind.

Anlass der Ausstellung ist die bevorstehende Restaurierung des größten Fotoalbums Ascherslebens (siehe oberes Bild). Das Fotoalbum von Gustav Heyse, welches er 1867 von seinen Schülern am Gymnasium Stephaneum geschenkt bekam, beinhaltet die ältesten Ansichten der Stadt Aschersleben. Um die Restaurierung zu finanzieren, hat der Verein der Freunde und Förderer des Museums Aschersleben e. V. über eine Crowdfunding-Aktion mehrere Monate lang Geld gesammelt. Mit diesen finanziellen Mitteln steht der Restaurierung nun nichts mehr im Wege. Am Tag der Ausstellungseröffnung wird das Buch noch einmal in seinem derzeitigen Zustand präsentiert, bevor es dann Mitte des Monats zu der Hallenser Restauratorin Annegret Philipsen gebracht wird.

Doch das Museum beherbergt noch zahlreiche weitere Stücke, die einer Konservierung bzw. Restaurierung bedürfen. Darunter finden sich echte Schätze, die aufgrund ihres Zustandes nur selten oder gar nicht gezeigt werden können. Mit der Ausstellung möchte Museumsleiterin Luisa Töpel einen Einblick in die unterschiedlichsten Sammlungsbereiche des Hauses geben. So werden neben historischen Fahnen hiesiger Vereine beispielweise auch alte Gemälde präsentiert, welche zum Teil noch aus der Kapelle des ehemaligen Katharinenhospitals stammen. Auch technische Geräte, Exponate der Militaria-Sammlung und der ethnologischen Sammlung sowie ein Hammerklavier von 1820 (siehe unteres Bild), welches aufgrund seines Zustandes jedoch nicht mehr bespielbar ist, werden die Blicke der Besucher auf sich ziehen.

Die Ausstellung kann acht Wochen lang bis zum 1. April 2018 besichtigt werden. Das Museum freut sich auf zahlreiche Spenden, um anschließend weitere Stücke der Sammlung restaurieren zu können.

Aschersleben, 2. Februar 2018