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Wipper- und Flutgrabenbrücke im Ortsteil Drohndorf

Die Wipperbrücke in Drohndorf ist eines der ältesten Bauwerke der Stadt Aschersleben, schätzungsweise über 200 Jahre alt. Damit ist die Nutzungsdauer dieser Brücke lange überschritten. Der Zustand des Bauwerks war so bedrohlich, dass die Brücke im Mai 2020 vollständig gesperrt werden musste. Die beiden Bauwerke, Wipper- und Flutgrabenbrücke, liegen direkt hintereinander und stellen die einzig öffentliche Anbindung der Gemarkungen und Grundstücke westlich der Wipper zur Kreisstraße K 1330 her. Nun werden beide Bauwerke durch einen Neubau ersetzt.
Im Dezember 2021 hat die Stadt Aschersleben die Hoch-Tief-Brückenbau Bernburg beauftragt, um mit den Abrissarbeiten der Wipperbrücke und der Flutgrabenbrücke „Gipshütte“ im Ortsteil Drohndorf zu beginnen und anschließend die Ersatzneubauten zu errichten.
Der Wirtschaftsweg über diese Brücken ist gem. Wegekonzept des Landes Sachsen-Anhalts auch als überregionaler Rad- und Wanderweg (Wipperradweg) gekennzeichnet. Touristische Ziele, wie z. Bsp. die Burganlage Freckleben und die älteste Kirchenglocke Deutschlands in der Kirche Drohndorf, waren somit für Radfahrer und Wanderer nicht mehr erreichbar.
Zur Sicherstellung des landwirtschaftlichen Verkehrs, des Rad- und Wanderweges sowie der Anbindung der westlich liegenden Grundstücke an die Kreisstraße bzw. das Zentrum des Dorfes ist ein Ersatzneubau beider Bauwerke dringend erforderlich.
Die neuen Bauwerke werden keine Mittelpfeiler besitzen, dadurch wird der Hochwasserschutz verbessert und die Gewässerentwicklung unterstützt. Mit der Planung für die Ersatzneubauten wurde das Ingenieurbüro IGS Ingenieure aus Magdeburg beauftragt.
Der Bewilligungsbescheid vom Amt für Landwirtschaft, Flurneuordnung und Forsten (ALFF) für die Gewährung von Zuwendungen zur Förderung der lokalen Entwicklung in ländlichen Gebieten des Landes Sachsen-Anhalt in Höhe von 1.127.038,95 € liegt der Stadt Aschersleben vor. Ohne den positiven Fördermittelbescheid hätte die Stadt Aschersleben diese Baumaßnahme nicht umsetzen können.
Ein großer Dank gilt aber auch dem Salzlandkreis, insbesondere dem Fachdienst Kreis- und Wirtschaftsentwicklung und Tourismus. Der Fachdienstleiter, Herr Wechselberger, hat der Stadt die Möglichkeit der Förderung eröffnet und dann gemeinsam mit dem ALFF intensiv bei der Erarbeitung des Antrages mitgewirkt.
Beide Ersatzneubauten sollen Ende 2022 fertig gestellt sein.

Das Vorhaben wird gefördert durch das Amt für Landwirtschaft, Flurneuordnung und Forsten des Landes Sachsen-Anhalt.