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Sonderausstellungen

03.07. - 07.08.2022
"Gut getroffen! 475 Jahre Schützenkorporation Aschersleben"

Die Stadt Aschersleben kann auf das Bestehen von Schützenvereinigungen bis in das hohe Mittelalter verweisen. Die erste gesicherte Überlieferung vom Bestehen einer Aschersleber Schützengesellschaft findet sich auf einer Urkunde aus dem Jahr 1409. Im Jahr 1547 gründete sich die Aschersleber Schützengilde. Sie ist damit die nachweislich älteste Vereinigung von Schützen in Aschersleben. In dieser Tradition gründete sich 1990 die Harzschützenkorporation Salzkoth-Ascania 1547 e. V.
Mit Fokus auf die am 4. Juli 1547 gegründete Aschersleber Schützengilde und anlässlich ihres 475jährigen Jubiläums thematisiert die neue Sonderausstellung im Museum Aschersleben die Geschichte des Schützenwesens.

Fünf Wochen lang werden im Sonderausstellungsraum Originalobjekte aus dem Bestand der Schützenkorporation gezeigt. Darunter befinden sich u. a. originale Dokumente aus dem 16. und 17. Jahrhundert sowie Teile des sogenannten Schützensilbers, wie etwa der anlässlich des 300jährigen Jubiläums 1847 von König Friedrich Wilhelm IV. gestiftete silberne Humpen.

Zudem werden historische Waffen ausgestellt, die zeigen, mit welchen Waffen die Schützen im Mittelalter die Stadt verteidigten und später zu sportlichen Zwecken nutzten. Von der Blütezeit des Schützenwesens als gesellschaftliche Vereinigung künden zahlreiche Porträts erfolgreicher Oberschützenmeister, Abzeichen und Medaillen. Auch weitere bis 1945 parallel existierende Schützenvereinigungen sowie deren Schützenhäuser werden vorgestellt.

Neben der Geschichte des Vereins wird auch dem aktuellen Vereinssport in der Ausstellung ein Platz gewidmet. Die Mitglieder der Harzschützenkorporation präsentieren u. a. moderne Sportgeräte.

Wer selbst gern das Schießen mit unterschiedlichen Sportwaffen oder den Umgang mit Pfeil und Bogen ausprobieren möchte, dem bietet sich am 10. Juli und 31. Juli jeweils von 10 Uhr bis 16 Uhr die Gelegenheit bei einem Tag der offenen Tür an den Schießständen im Aschersleber Salzkoth.