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Das Stadtwappen

Das Wappen der Stadt Aschersleben zeigt eine gezinnte Burg mit zwei gezinnten spitzbedachten beknäuften Türmen, das offene rundbogige Tor ist mit einem schwarzsilbern geschachteten Schild belegt.

Hinter der Toröffnung und über den Türmen ist eine bewuzelte grüne Eiche mit silbernen Eicheln zu sehen. In den Zweigen sitzen drei schwarze Vögel, der vordere links, die beiden anderen rechts gewendet.

Erläuterung  der Blasonierung (fachgerechte Beschreibung des Wappens)
Dieses Bild, jedoch ohne Schachschild im Tor, zeigt ein für den Anfang des 14. Jahrhunderts nachgewiesenes Siegel. Nachdem die Stadt von ihrem Grundherrn, dem Bischof von Halberstadt, die Burg und die Vogtei erkauft hatte, setzte sie den geschachteten Schild des Schultheißenamtes in das Tor.

Verwendung des Wappens
Das Wappen ist ein Hoheitszeichen der Stadt Aschersleben und steht unter besonderem Schutz der Gesetzgebung. Ausschließlich die Stadt Aschersleben ist zur Verwendung des Wappens berechtigt.

Eine Verwendung durch andere natürliche oder juristische Personen ist in jedem Fall genehmigungspflichtig.

Hierzu ist ein schriftlicher Antrag unter Angabe des gewünschten Verwendungszwecks und -orts bei der Stadt Aschersleben zu stellen.

Die Stadtfarben

Für die Erklärung gibt es drei verschiedene Varianten. Die Farben schwarz-weiß sind die Hausfarben der Askanier im Wappenschild. Es sind eigentlich die Farben schwarz-silber. Die Farbe grün beruft sich auf den Rautenkranz des Wappenschildes des Grafen Bernhard von Askanien, Bruder des Stammvaters der Anhaltiner, welcher im 12. Jahrhundert mit dem Herzogtum Sachsen durch Friedrich Barbarossa belehnt wurde.

Am 24. August 1900 beschloss die Stadtverordnetenversammlung die Stadtfarben schwarz-weiß-grün zu führen. Der bekannte wappenkundige Prof. A. Hildebrandt aus Berlin wurde zu Rate gezogen. Er schlug vor, nicht nur die Farben weiß-schwarz aus dem askanischen Schild zu verwenden, weil sie mit den preußischen Landesfarben zusammenfallen, sondern als dritte Farbe die des Untergrundes des Stadtwappens hinzuzuziehen. Der Untergrund des Stadtwappens war damals golden. Falls die Zusammensetzung weiß-schwarz-gold auf Widerspruch stoßen würde, schlug er bezugnehmend auf die Eiche im Wappen grün als dritte Farbe vor. Schwarz-weiß-grün. Diesem Vorschlag schloss sich der Magistrat an.

Eine dritte Variante zur Bedeutung dieser Farben entstand etwa im Jahre 1920 bis 1930. Damals sollten diese Farben an Reichtum der Stadt verdeutlichen. Und zwar schwarz: Braunkohlenabbau und Briketterzeugnisse, weiß: Zuckerindustrie, Kalibergbau und Veredelung, grün: Gewürz- und Samenbau der Landwirtschaft.