Nach acht Monaten Bauzeit ist der Bonifatiuskirchhof wieder freigegeben

Der grundhafte Ausbau und die Neugestaltung der Straße Bonifatiuskirchhof sowie des Platzes vor der Post war in diesem Jahr ein zentrales Bauvorhaben im Herzen der ältesten Stadt Sachsen-Anhalts. Nach acht Monaten Bauzeit kann nun das Vorhaben beendet und die Straße für den Verkehr wieder freigegeben werden.
 

Die gemeinsame Maßnahme von der Stadt Aschersleben und dem Eigenbetrieb Abwasserentsorgung umfasst ein Gesamtvolumen von rund 840.000 Euro. Davon entfallen rund 667.000 Euro an städtischen Mitteln auf den Bereich Straßenbau und 31.000 Euro auf den Bereich Straßenbeleuchtung. Gefördert wurde der Straßenbau sowie die Straßenbeleuchtung mit Mitteln des Programmes „Städtebaulicher Denkmalschutz“ und des Programmes „Städtebauliche Sanierungsmaßnahmen“.

Der Ausbau des Bonifatiuskirchhofes erfolgte auf einer Länge von 150 Metern – ab der Einmündung Breite Straße bis einschließlich der Kreuzung vor der Post. In der Bestehornstraße wurde eine Asphaltdeckensanierung vom grundhaft ausgebauten Knoten bis zur Heinrichstraße durchgeführt.
Mit dem Straßenbau wurde der vorhandene Mischwasserkanal auf einer Länge von rund 160 Metern sowie die Hausanschlussleitung auf einer Länge von rund 130 Metern erneuert. Es wurden rund 460 Meter Borde aus Naturstein gesetzt sowie mehr als 1100 Quadratmeter Gehwege und Nebenbereiche mit Naturstein gepflastert. Des Weiteren sind die vorhandenen Straßenleuchten auf LED umgerüstet und zwei Leuchten an den Fußgängerüberwegen neu errichtet worden. Trotz heutiger Verkehrsfreigabe werden in den kommenden Tagen noch Restleistungen in den Nebenbereichen ausgeführt. 

Ein Ziel der Planungen war es, den Verkehrslärm zu reduzieren und die Aufenthaltsqualität zu verbessern. Die Fahrbahn des Bonifatiuskirchhofs wurde in Teilbereichen zugunsten der Gehwege etwas schmaler angelegt. Auch der Radius der Kurve vor der Post wurde verkleinert sowie Aufpflasterungen im Kreuzungsbereich vorgenommen, mittels derer die Geschwindigkeit des fließenden Verkehrs reduziert werden soll.

Die ohnehin geltende Tempo-30-Zone in diesem Bereich bleibt bestehen. 

Im Rahmen der Tiefbauarbeiten wurden im Baufeld zahlreiche unterirdische und teilweise unbekannte Versorgungsanlagen vorgefunden. Dies hatte speziell auf die geplante Terminkette im Kanalbau negative Auswirkungen. Die Anlagen mussten teilweise umverlegt bzw. nach entsprechenden Rücksprachen entfernt werden. Dennoch erfolgten die Kanalbauarbeiten nur unter erschwerten Arbeitsbedingungen. Letztendlich konnte durch das kurzfristige Handeln der Ascanetz bei den Kabel- und Leitungsumverlegungen sowie durch das gleichzeitige Arbeiten bei den Straßenbauarbeiten in allen  Bauabschnitten der entstandene Verzug weitestgehend kompensiert werden. Dennoch waren die Anlieger und alle von der Sperrung Betroffenen mit sehr starken Einschränkungen im Baufeld konfrontiert. An dieser Stelle vielen Dank für die entgegengebrachte Geduld!

Foto: Am 29. November 2019 konnte mit dem offiziellen Banddurchschnitt der Bonifatiuskirchhof nach dessen grundhaften Ausbau für den Verkehr wieder freigegeben werden. Dezernent Michael Schneidewind (Mitte) vertrat die Stadt Aschersleben, Hjalmar Linder (rechts) die Ascanetz GmbH. Weitere Gäste waren unter anderem Vertreter der Baufirma sowie die Mitglieder des Stadtentwicklungsausschusses. Foto: Stadt Aschersleben

Aschersleben, 29. November 2019