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Erstmals im Jahre 1357 erwähnt, belohnte der damalige Bischof von Halberstadt als Oberlehnsherr die Gebrüder Herrmann und Olrich Marschalk mit der Mühle. 1572 geht der Besitz auf den Magistrat der Stadt Aschersleben über.Das auch als Alte Walkmühle sowie Ratsmühle bezeichnete Gebäude gehörte zu einem umfangreichen Mühlensystem der Stadt und liegt malerisch an dem Flüsschen Eine. Noch heute stellt die Wassertormühle, eingebunden in die Stadtbefestigung, mit dem aus dem 17. Jahrhundert stammenden geschweiften südöstlichen Giebel und dem sich anschließenden Stück alter Stadtmauer eine Sehenswürdigkeit der Stadt Aschersleben dar.Der sich hinter der Mühle befindliche Elisabethzwinger wurde 1519 erbaut und hatte die Aufgabe, das bis dahin ungeschützte Terrain zwischen der Eine und der Stadtmauer zu sichern und die Wasservorstadt fester mit der restlichen Stadt zu verbinden. An dieser Stelle überbrücken zwei große Bögen in der Stadtmauer die Eine und den Mühlgraben. Solche Flusstore stellen eine Seltenheit im mittelalterlichen Wehranlagenbau dar.1923 wird die Mühle stillgelegt und nur noch zu Wohnzwecken genutzt. Heute, nach einer umfangreichen Sanierung 1991-1993, befindet sich in dem historischen Gebäude ein Jugendfreizeitzentrum.